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Wärmeschutzverglasung – was ist das und wer braucht es?

Wer vor dem Fensterkauf steht, der hat eine Menge Entscheidungen zu treffen. Eine davon ist die Frage, ob eine spezielle Wärmeschutzverglasung für die gewählt werden soll. Um diese Frage umfassend zu beantworten, ist es erforderlich, sich erst einmal klar zu machen, was eine Wärmeschutzverglasung eigentlich konkret ist.

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Wärmeschutzverglasung arbeitet mit Beschichtung

Für die Wärmeschutzverglasung ist eine spezielle Beschichtung erforderlich. Sie soll die Wärmeschutzfunktion des gesamten Fensters verbessern. Die Silberbeschichtung wird hauchdünn auf die eigentliche Fensterscheibe aufgetragen und blickt schon auf eine mehr als 30-jährige Geschichte zurück.

Wann die erste Wärmeschutzverglasung entstand

Bereits 1982 hat die Firma Interpane das erste farbneutrale „Warmglas“ entwickelt. Heute gilt das von Interpane entwickelte Verfahren als Standard in der Fensterherstellung. Die Silberbeschichtung wird dabei an der inneren und der äußeren Scheibe aufgetragen. Dabei erfolgt der Auftrag der Beschichtung stets im Scheibenzwischenraum, wodurch diese bestens geschützt ist. Die reflektierende Beschichtung wird auch als Low-E bezeichnet. Generell lässt sich das Beschichtungsverfahren als Magnetron-Beschichtungsverfahren und als pyrolytisches Beschichtungsverfahren realisieren.

Wie funktioniert die Wärmeschutzverglasung?

Die Wärmeschutzverglasung funktioniert nach einem simplen, aber effektiven Prinzip:

  • Sonnenstrahlen gelangen durch das Glas in den Raum und können den Raum indirekt beheizen.
  • Der Anteil der einfallenden Sonneneinstrahlung wird mit dem Wärmeschutzverglasung g-Wert dargestellt.
  • Die Beschichtung fängt die Sonnenstrahlen ein, so dass sie zwar in den Raum einfallen, aber diesen nicht wieder verlassen können.
  • Stattdessen reflektiert die Beschichtung die Sonnenstrahlen, so dass sie zurück in den Raum gelangen.

Der Wärmeschutzverglasung g-Wert ergibt sich aus dem solaren Transmissionsgrad Te und dem sekundären Wärmeabgabegrad qi.

Wärmeschutzverglasung lässt nur geringe Wärmeabstrahlung aus dem Raum zu

Nebenbei sorgt die Wärmeschutzverglasung im Fenster dafür, dass die Wärmeabstrahlung des Raums an sich nicht wieder aus diesem hinausdringen kann. Die Wärmeabstrahlung des Raums liegt im Infrarotbereich, sie wird auch als Emissivität bezeichnet. Daher wird die Beschichtung der Wärmeschutzverglasung mitunter auch als wellenselektive Beschichtung bezeichnet oder mit dem Kürzel Low-E. Das E steht dabei für Emissity.

Behaglichkeit steigern mit Wärmeschutzverglasung

Durch die Beschichtung der Wärmeschutzverglasung steigt zudem die Oberflächentemperatur der Fensterscheiben. Das sorgt dafür, dass die Behaglichkeit im gesamten Raum erhöht wird. Somit sind all unsere Fenster mit dem Behaglichkeitskriterium ausgestattet. Dieses gibt an, wie behaglich die Temperaturen in einem Raum ausfallen, wobei die Wärmeschutzverglasung hilfreich ist.

Wie entsteht thermische Behaglichkeit?

Die thermische Behaglichkeit entsteht immer dann, wenn die Oberflächentemperatur der Fensterscheiben möglichst wenige Grad Celsius unter der Raumtemperatur liegt. Bei den Fenstern von Fensterhandel.de setzen wir auf das Behaglichkeitskriterium. Durch spezielle Glasabstandhalter und einen sehr guten Wärmeschutz von Fensterscheibe und Fensterrahmen wird die Oberflächentemperatur der Fensterscheiben maximal drei Grad Celsius unter die Raumtemperatur fallen. Dadurch kann sich keine kalte Luft an der Scheibenoberfläche bilden, die nach den physikalischen Gesetzen nach unten fällt. Dadurch würden so genannte Kaltluftseen direkt unter dem Fenster entstehen. An diesen Kaltluftseen lässt sich auch gut erkennen, ob die bisherigen Fenster bereits das Behaglichkeitskriterium bieten.

Thermische Behaglichkeit durch DIN Norm festgelegt

Die thermische Behaglichkeit eines Raums wurde sogar in der DIN Norm DIN EN ISO 7730 festgehalten. Diese Norm gilt weltweit. Um die Norm zu gestalten, hat der dänische Wissenschaftler P. O. Fanger die so genannte fangersche Behaglichkeitsgleichung aufgestellt. Das Ergebnis wird dann als der Zustand bezeichnet, in dem Zufriedenheit mit der thermischen Umgebung herrscht. Insgesamt sechs Faktoren werden für die fangersche Behaglichkeitsgleichung herangezogen:

  1. Körperliche Tätigkeit
  2. Getragene Kleidung
  3. Luftgeschwindigkeit
  4. Luftfeuchtigkeit
  5. Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen.

Wärmeschutzverglasung um weitere Vorzüge ergänzen

Insgesamt bietet die Wärmeschutzverglasung also nicht nur die Chance, eine zu hohe Wärmeabgabe aus dem Raum zu verhindern, sondern auch die Möglichkeit, den Raum indirekt zu beheizen. Dadurch kann langfristig Energie eingespart werden, was die gesamte Haushaltskasse entlastet. Gleichzeitig lässt sich die Wärmeschutzverglasung auch mit weiteren Komfort-Eigenschaften verbinden. So kann sie als Schallschutzverglasung oder als Einbruchschutzverglasung ausgeführt werden.

Wärmeschutz und Schallschutz in einem

Die Wärmeschutzverglasung zeichnet sich durch die Low-E-Beschichtung im Scheibenzwischenraum aus. Die Schallschutzverglasung ist gekennzeichnet durch ihren asymmetrischen Aufbau. Das heißt, dass die einzelnen Scheiben unterschiedlich dick sind. Dies soll für eine geringere Geräuschkulisse im Inneren des Hauses sorgen. Doch wie funktioniert das genau?

Wie verhalten sich Schallwellen?

Geräusche und Lärm treten als Schallwellen auf, die sich durch die Luft bewegen. Treffen sie auf einen festen Widerstand, wie etwa die Fensterscheiben, so versetzen sie diesen in Schwingung. Bei den modernen Fenstern mit Mehrscheibenverglasung versetzt die äußerste Scheibe die nächste Scheibe in Schwingung, die diese Schwingungen wiederum weitergibt. Sind alle Einzelscheiben gleich dick, verstärken sich die Schwingungen zunehmend, die Folge ist die erhöhte Geräuschkulisse im Hausinneren.

Wie funktioniert die Schallschutzverglasung?

Die Schallschutzverglasung ist nun aber mit unterschiedlich dicken Scheiben versehen. Die Schwingungen des auftreffenden Schalls können so nicht 1:1 an die nächste Scheibe weitergegeben werden und sich dabei verstärken. Stattdessen werden die Schwingungen zum Teil aufgehoben, zum Teil abgeschwächt, so dass in der Folge deutlich weniger Geräusche in das Haus selbst eindringen können.

Schallschutzverglasung lässt sich in Schallschutzklasse einteilen

Die Schallschutzverglasung lässt sich insgesamt in sechs Schallschutzklassen (SSK) untergliedern. Je nach Schallschutzklasse werden verschiedene Schalldämmmaße (Rw) erreicht. Die einzelnen SSK mit den Rw zeigt folgende Tabelle:

 Schallschutzklasse

Schalldämmmaß

 1

25-29 dB

 2

30-34 dB

 3

35-39 dB

 4

40-44 dB

 5

45-49 dB

 6

> 50 dB

Je höher also die Schallschutzklasse, desto weniger Geräusche können durch das Fenster ins Haus gelangen.

Welche Schallschutzklasse für wen?

Soll die Wärmeschutzverglasung zusätzlich mit Schallschutz ausgestattet werden, stellt sich die Frage, welche SSK am besten geeignet ist. In der nur den Anwohnern zugänglichen, kaum befahrenen Straße reicht die Schallschutzklasse 1 in der Regel aus. Wer allerdings in unmittelbarer Nähe zum Flughafen lebt, sollte auf Fenster mit der Schallschutzklasse 6 setzen. Dabei müssen Schallschutzfenster nicht in allen Räumen eingesetzt werden. Stattdessen können in verschiedenen Räumen auch verschiedene SSK genutzt werden.

Wo brauche ich welchen Schallschutz?

Wir empfehlen grundsätzlich, in Wohn- und Schlafräumen Fenster mit höherer SSK zu nutzen. In Küche, Bad oder Flur reichen in der Regel niedrigere Schallschutzklassen aus. Gerade im Schlafzimmer ist es aber wichtig, dass der nächtliche Schlaf nicht durch eine übermäßige Geräuschkulisse gestört wird. Das sorgt nicht nur für ein Aufwachen am Morgen, ohne sich ausgeruht zu haben, sondern kann langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Schallschutz sorgt für dickere Fenster

Wenn Sie Fenster mit Wärmschutzverglasung kaufen und diese zusätzlich mit Schallschutz ausstatten möchten, beachten Sie bitte, dass die Schallschutzverglasung die Gesamtdicke der Fensterscheiben erhöht. Daher müssen Sie einen Fensterrahmen wählen, der eine entsprechende Glasdicke aufnehmen kann. Entscheiden Sie sich für das Novo-Classic Fenster von Fensterhandel.de erhalten Sie eine Bautiefe von 71 Millimetern, beim Novo-Therm sind es bereits 76 Millimeter und beim Novo-Royal sogar 84 Millimeter. Damit lassen sich höhere Schallschutzklassen nur im Novo-Royal Fenster realisieren.

Einbruchschutz und Wärmeschutzverglasung

Um den Komfort Ihrer neuen Fenster zu steigern, können Sie auch spezielle Einbruchschutzmaßnahmen ergreifen. Dabei sind optionale Zusatzelemente möglich und einen Basis-Einbruchschutz bieten wir Ihnen generell bei all unseren Fenstern serienmäßig an.

Warum werden Einbruchschutzfenster immer wichtiger?

Wenn Sie sich die Statistiken der Polizei zu Einbrüchen in Deutschland in den letzten Jahren ansehen, stellen Sie schnell fest, dass die Einbruchzahlen seit Jahren kontinuierlich steigen. Es gibt kaum noch Unterschiede zwischen Jahres- und Tageszeiten. Auch die altbekannte Weisheit, Urlaubszeit ist Einbruchszeit greift heute nicht mehr. Ebenso wenig schlagen Einbrecher nur in der dunklen Jahreszeit zu. Vielmehr nutzen sie immer häufiger den helllichten Tag, wenn die Bewohner des Hauses auf der Arbeit sind. Dabei verschwenden die Einbrecher aber keine Zeit, sondern versuchen, möglichst schnell in fremdes Eigentum zu gelangen, was ihnen laut Polizei in vielen Fällen zu einfach gemacht wird.

Fenster und Türen sind häufigste Schwachstellen

Wie den Statistiken zu entnehmen ist, sind die unzureichend gesicherten Fenster und Türen die größten Schwachstellen der Häuser. Sie lassen sich vom versierten und auch vom weniger geübten Einbrecher binnen weniger Minuten aufhebeln. Dabei gibt es einfache Maßnahmen, um dem entgegen zu wirken.

Basis-Einbruchschutz serienmäßig

Wir setzen bei Fensterhandel.de deshalb serienmäßig und ohne Aufpreis auf die Feba-Kralle. Diese besteht aus einem Pilzkopfzapfen und einem Schwenkriegel. Sobald Sie Ihr Fenster oder Ihre Terrassentür schließen, verkrallen sich beide Bauteile ineinander. Ein Aufhebeln wird so deutlich erschwert. Wenn jedoch Einbrecher drei Mal vergeblich ansetzen, das Fenster aufzuhebeln, lassen sie in aller Regel von ihrem Vorhaben ab. Daher erhalten Sie mit dieser serienmäßigen Ausstattung bereits einen Basis-Einbruchschutz.

Einbruchschutzfenster mit spezieller Verglasung

Entscheiden Sie sich für eine Wärmeschutzverglasung, die auch als Verbundsicherheitsglas (VSG) ausgeführt werden kann, erhöhen Sie den Einbruchschutz des Fensters zusätzlich. Denn im Scheibenzwischenraum wird dann eine hochelastische und reißfeste Folie gespannt. Selbst wenn es den Tätern also gelingt, die Fensterscheibe einzuschlagen, können sie nicht einfach durch die Öffnung greifen und das Fenster öffnen. Stattdessen steht ihnen die Folie im Weg. Allerdings werden die wenigsten Einbrecher die Fensterscheiben einschlagen, da die Geräuschkulisse zu groß ist und damit die Gefahr einer Entdeckung massiv ansteigt.

Einbruchschutz durch optionales Zubehör erhöhen

Ebenfalls können Sie den Einbruchschutz Ihres Fensters mit Wärmeschutzverglasung durch optionales Zubehör verbessern. Insbesondere die abschließbaren Fenstergriffe sind hier eine gute Möglichkeit. Sie können diese im Konfigurationsprozess Ihres neuen Fensters einfach mit auswählen. Wenn Sie die Fenstergriffe abschließen, sobald Sie das Fenster schließen oder in Kippstellung bringen, erschweren Sie den Tätern das Eindringen in Ihr Haus ebenfalls. Gleichzeitig erhalten Sie eine Art zusätzliche Kindersicherung, denn auch der Nachwuchs kann die Fenster nicht unbeaufsichtigt öffnen. Gleiches gilt für die Terrassentür, so dass Sie keine Angst haben müssen, dass die Kinder unbeaufsichtigt im Garten spielen gehen.

Varianten der Wärmeschutzverglasung

Bei Fensterhandel.de können Sie sich zwischen verschiedenen Wärmeschutzverglasungen entscheiden. So besteht die Möglichkeit eine Zweifach- oder gar Dreifach-Verglasung zu wählen. Die U-Werte variieren ebenfalls je nach Art der Verglasung. Dabei können in den Novo-Classic und Novo-Therm Fenstern folgende Wärmeschutzverglasungen eingesetzt werden:

 Verglasung/Abstandhalter

 Novo-Classic UW-Wert

 Novo-Therm UW-Wert

 2-fach Glas Standard – Ug = 1,1 W/m²K

1,3 W/m²K

1,3 W/m²K

 2-fach Glas Warme Kante – Ug = 1,1 W/m²K

1,2 W/m²K

1,2 W/m²K

 3-fach Glas Standard – Ug = 0,6 W/m²K

0,95 W/m²K

0,94 W/m²K

 3-fach Glas Warme Kante – Ug = 0,6 W/m²K

0,91 W/m²K

0,89 W/m²K

 3-fach Glas Swiss Spacer V – Ug = 0,6 W/m²K

0,87 W/m²K

0,86 W/m²K

Beim Novo-Royal wird generell nur das 3-fach Glas verbaut. Dabei erreicht das Novo-Royal Wärmeschutzfenster mit der Dreifachverglasung im Standard einen UW-Wert von 0,79 W/m²K, bei der Warmen Kante 0,74 W/m²K und beim Swiss-Spacer V sogar 0,71 W/m²K. Mit dem Novo-Royal können Sie somit nicht nur ein Passivhausfenster gestalten, sondern sogar die gesetzlichen Vorgaben zum Passivhausfenster-Standard noch unterschreiten.

Wo liegen die Wärmeschutzverglasung Preise?

Die Wärmeschutzverglasung Preise unterscheiden sich, je nach Art der Wärmeschutzverglasung. Bei einer Zweifachverglasung liegen sie natürlich niedriger als beim Dreifachglas. Allerdings können Preisunterschiede auch durch die Größe der Fensterscheiben entstehen, durch die Abstandhalter und vieles mehr. Pauschale Angaben zu den Wärmeschutzverglasung Preisen lassen sich daher nicht machen. Stattdessen sollten Sie Ihr individuelles Wärmeschutzfenster mit Hilfe unseres Fensterkonfigurators zusammenstellen. Dabei werden Ihnen auch die Preise für die unterschiedlichen Verglasungen, Abstandhalter, das passende Zubehör und vieles mehr angezeigt. Am Ende des Planungsprozesses erhalten Sie den Komplettpreis für Ihr neues Fenster angezeigt. Sollte dieser noch zu hoch ausfallen, können Sie einzelne Optionen mit wenigen Klicks wieder abwählen. Haben Sie noch etwas mehr Budget, besteht ebenso die Möglichkeit, die Fenster mit zusätzlichen Optionen auszustatten.

Was tun, wenn ich mir unsicher bin?

Natürlich bestellen Sie nicht jeden Tag ein neues Fenster und so stellt sich bei einigen Schritten in der Konfiguration sicher die Frage, wie Sie richtig entscheiden sollen. Sie können aber nichts falsch machen. Einerseits stellen wir Ihnen hilfreiche Informationen zu jeder Auswahlmöglichkeit direkt online zur Verfügung. Andererseits haben Sie die Möglichkeit, eine individuelle und kostenfreie Beratung noch während des Planungsprozesses anzufordern. Darüber hinaus prüfen wir jede eingehende Bestellung auf die technische Machbarkeit. Sollte uns dabei auffallen, dass einer Ihrer Wünsche doch nicht erfüllt werden kann, setzen wir uns umgehend mit Ihnen in Verbindung. Zusammen suchen wir dann nach einer Alternative, die Ihren Wünschen dennoch gerecht wird, die sich aber auch technisch umsetzen lässt. Erst wenn wir diese Lösung gefunden haben, geben wir Ihre Bestellung in Auftrag. So garantieren wir, dass jedes unserer Fenster mit Wärmeschutzverglasung genau nach Ihren Wünschen gefertigt wird. Ware von der Stange suchen Sie daher bei uns vergeblich. Sie erhalten genau das Fenster, das zu Ihnen passt und das Sie sich zusammengestellt haben, denn jedes Fenster sollte so individuell wie das Haus sein, in dem es eingesetzt wird.

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