Was ist ein Drehfenster?
Ein Drehfenster ist ein Fenster, dessen Flügel sich ausschließlich um eine senkrechte Achse an der Bandseite nach innen öffnet. Der Flügel schwenkt wie eine Tür auf. Eine Kippstellung fehlt, der Beschlag kennt nur die Zustände geschlossen und geöffnet.
Das Drehfenster öffnet seitlich: 2 Bänder an einer Flügelseite tragen den Flügel, der Griff sitzt gegenüber. Griff nach unten bedeutet geschlossen, Griff waagerecht bedeutet geöffnet. Im Unterschied zum Dreh-Kipp-Fenster fehlt die Kippstellung, im Unterschied zum Kippfenster lässt sich der Flügel ganz öffnen. Drehfenster finden sich vor allem als Standflügel zweiflügeliger Fenster. Die Bandseite legen Sie über den Anschlag DIN links oder DIN rechts fest.
Wie funktioniert ein Drehfenster?
Ein Drehfenster funktioniert über ein Ecklager unten und ein Scherenlager oben an derselben Flügelseite. Dreht der Griff von unten in die Waagerechte, lösen sich die Verriegelungszapfen aus den Schließstücken. Danach schwenkt der Flügel um die senkrechte Achse in den Raum.
Die Bänder bestimmen die Öffnungsrichtung. Sitzen sie von innen gesehen links, heißt das Fenster DIN links. Wie Sie die Seite festlegen, erklärt der Eintrag Fensteranschlag: DIN links und DIN rechts.
Worin unterscheidet sich ein Drehfenster vom Kippfenster und Dreh-Kipp-Fenster?
Das Drehfenster unterscheidet sich durch die fehlende Kippstellung bei vollständig zu öffnendem Flügel. Das Kippfenster öffnet nur oben einen Spalt. Das Dreh-Kipp-Fenster kombiniert beide Bewegungen über einen Griff mit 3 Stellungen und benötigt dafür einen aufwendigeren Beschlag.
Daraus folgen 2 praktische Unterschiede. Erstens lüftet das Drehfenster nur bei geöffnetem Flügel, ein Dauerlüften im Spalt entfällt. Zweitens erreichen Sie die Außenscheibe vom Raum aus, was beim Kippfenster nicht gelingt.
Wo werden Drehfenster eingesetzt?
Drehfenster sitzen vor allem als Standflügel zweiflügeliger Stulpfenster und in Räumen ohne Bedarf an Kipplüftung. Beim Stulpfenster öffnet der Standflügel nur drehend, der Gehflügel bekommt den Dreh-Kipp-Beschlag. Abstellräume, Hauswirtschaftsräume und Flure sind weitere Einsatzorte.
Im Schwenkbereich des Flügels dürfen keine Möbel, Heizkörperthermostate oder Gardinenschienen stören. Ein Flügel mit 600 mm Breite beansprucht im Raum einen Halbkreis mit rund 600 mm Radius. Mehr zur Bauart mit 2 Flügeln steht unter Stulpfenster.
Was gilt bei unseren Kunststofffenstern?
Unsere Kunststofffenster fertigt FeBa in Deutschland mit Titan-IP-Beschlag von Siegenia Aubi und einbruchhemmendem Grundbeschlag auf RC1N-Niveau. FeBa bezeichnet Drehflügel mit „D“ und Dreh-Kipp-Flügel mit „DK“. Beide Flügelarten gibt es in den Profilen NovoLife 76, NovoLife 76+ und NovoLife 88 Premium.
Die Öffnungsart je Flügel legen Sie bei Fenster nach Maß fest. Verwandte Begriffe finden Sie im Fenster-Lexikon.
Planen Sie die Bandseite vor der Bestellung am Grundriss. Ein Drehflügel soll im geöffneten Zustand an der nächsten Wand anliegen und nicht in den Laufweg ragen. In der Praxis wählen Kunden das reine Drehfenster selten für Wohnräume, weil der Dreh-Kipp-Beschlag zusätzlich das Spaltlüften erlaubt. Sinnvoll bleibt das Drehfenster als Standflügel und überall dort, wo Sie bewusst auf die Kippfunktion verzichten.
Drehfenster nach Maß bestellen Sie auf der Seite Drehfenster.
Häufige Fragen zum Drehfenster
Ist ein Drehfenster dasselbe wie ein Drehflügel?
Der Drehflügel ist das bewegliche Bauteil, das Drehfenster das gesamte Fenster mit Blendrahmen und Drehflügel. Ein zweiflügeliges Fenster enthält oft einen Drehflügel und einen Dreh-Kipp-Flügel.
Auf welcher Seite sitzen beim Drehfenster DIN links die Bänder?
Beim Drehfenster DIN links sitzen die Bänder von innen gesehen links, der Griff sitzt rechts. Beim Drehfenster DIN rechts ist es umgekehrt.
Kann ein Drehfenster gekippt werden?
Nein. Dem Drehfenster fehlen Kippschere und Kippbeschlag. Wer Spaltlüftung wünscht, bestellt ein Dreh-Kipp-Fenster.
