Was sagt die Bautiefe eines Fensters aus?
Die Bautiefe eines Fensters ist die Tiefe des Rahmenprofils von der Außen- bis zur Innenseite, gemessen in Millimetern. Sie begrenzt die Zahl der Kammern im Profil und die maximale Dicke der Verglasung. Marktübliche Kunststoffprofile haben 70 bis 92 mm Bautiefe.
Die Bautiefe ist ein Profilmaß, kein Wandmaß. Mehr Bautiefe schafft Platz für zusätzliche Kammern, eine Mitteldichtung und dickeres Glas. Die NovoLife-Profile im Shop haben 76 mm (NovoLife 76 und 76+) oder 88 mm (NovoLife 88 Premium). Für den Wärmeschutz zählt der Uw-Wert des ganzen Fensters, nicht die Bautiefe allein.
Wie wird die Bautiefe gemessen?
Die Bautiefe wird am Blendrahmen quer zur Fensterebene gemessen, von der äußeren bis zur inneren Profilkante. Sie ist nicht mit der Ansichtsbreite zu verwechseln, die in der Fensterebene liegt. Hersteller nennen sie als Grundbautiefe des Profilsystems.
Die Ansichtsbreite der Standardkombination aus Blendrahmen und Flügel beträgt laut FeBa 116 mm bei NovoLife 76 und 120 mm bei NovoLife 88. Beide Maße zusammen beschreiben das Fensterprofil im Querschnitt.
Welche Vorteile bringt eine größere Bautiefe?
Eine größere Bautiefe bringt mehr Platz für Kammern, Dichtungen und Glas. Beim Sprung von NovoLife 76+ auf NovoLife 88 Premium steigt laut FeBa die Kammerzahl von 6 auf 7, die maximale Glasstärke von 50 auf 58 mm, und der Uf-Wert sinkt laut U-Wert-Tabelle von Fensterhandel.de von 1,1 auf 0,95 W/(m²K).
Die zusätzlichen Kammern machen das Mehrkammerprofil dämmender. Für den Einbau ist das 88-mm-Profil 12 mm tiefer und braucht entsprechend Auflage in der Laibung.
Die Bautiefe allein entscheidet nicht über den Wärmeschutz. NovoLife 76+ mit 3-fach-Glas, warmer Kante und Premium-Variante erreicht Uw 0,76 W/(m²K). NovoLife 88 Premium mit 3-fach-Standardglas liegt bei 0,79 W/(m²K). Das 76-mm-Profil mit besserem Glas schlägt in diesem Vergleich das 88-mm-Profil mit einfacherem Glas. Erst bei gleicher Verglasung zeigt die größere Bautiefe ihren Vorteil.
Wie viel Heizwärme spart mehr Bautiefe?
Mehr Bautiefe spart beim Normfenster rund 6 kWh Heizwärme pro Jahr, wenn NovoLife 76+ und NovoLife 88 Premium mit gleicher 3-fach-Verglasung mit warmer Kante verglichen werden. Die Uw-Werte liegen bei 0,78 und 0,74 W/(m²K).
Die Rechnung lautet: 0,04 W/(m²K) × 1,82 m² × 3.500 Kd × 24 h / 1000 = 6,1 kWh pro Jahr. Das Normfenster misst 1,23 × 1,48 m, Kd steht für Kelvintage, die Gradtagzahl einer Heizperiode.
Das Glas ist der größere Hebel. Der Wechsel von 2-fach-Standardglas (Uw 1,2) auf 3-fach-Glas mit warmer Kante (Uw 0,78) beim selben NovoLife 76+ spart 0,42 × 1,82 × 84 = rund 64 kWh pro Jahr, also etwa das Zehnfache des Bautiefen-Effekts. Die 88 mm lohnen sich, wenn Sie ohnehin 3-fach-Glas wählen und den niedrigsten Uw-Wert im Shop wollen.
Was gilt bei unseren Kunststofffenstern?
Unsere Kunststofffenster gibt es in 76 mm Bautiefe (NovoLife 76 und NovoLife 76+) und in 88 mm Bautiefe (NovoLife 88 Premium). NovoLife 88 Premium hat 3-fach-Glas serienmäßig und ist im Konfigurator mit Einbruchschutz bis RC3 wählbar.
Alle drei Bautiefen konfigurieren Sie unter Kunststofffenster. Weitere Fachbegriffe rund um Rahmen, Glas und Beschlag erklärt das Fenster-Lexikon.
Häufige Fragen zur Bautiefe
Passt ein 88-mm-Fenster in eine Altbau-Laibung?
Ja, sofern die Laibung genug Tiefe für Rahmen und Anschlussabdichtung bietet. Das 88-mm-Profil ist 12 mm tiefer als ein 76-mm-Profil. Bei schmalen Laibungen prüfen Sie die Tiefe vor der Bestellung beim Aufmaß.
Ist die Bautiefe dasselbe wie die Rahmenbreite?
Nein. Die Bautiefe misst das Profil quer zur Wand, von außen nach innen. Die Rahmenbreite oder Ansichtsbreite ist die sichtbare Breite des Rahmens in der Fensterebene, bei NovoLife 76 laut FeBa 116 mm für Blendrahmen und Flügel zusammen.
