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Was ist ein Passivhausfenster?

Das Passivhausfenster ist für viele angehende Fensterkäufer das Mittel der Wahl, denn es verspricht energetisch beste Leistungen. Trotzdem wissen die wenigsten Fensterkäufer, was genau ein eigentlich ausmacht. Die wichtigste Größe, um ein Passivhausfenster als solches beschreiben zu können, ist der U-Wert. Er darf maximal 0,8 W/m²K betragen. Der U-Wert, der auch als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet wird, gibt an, wie viel Wärme aus dem Rauminneren pro Quadratmeter Fensterfläche nach außen dringen kann. Als Faustregel lässt sich also sagen, je geringer der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung des Fensters. Die genauen Werte, ab denen ein Passivhausfenster als solches bezeichnet werden darf, gibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor.

Für wen eignen sich Passivhausfenster?

Nicht nur aufgrund der gesetzlichen Vorgaben kann und sollte man sich für das Passivhausfenster entscheiden. Das gesamte Bewusstsein in unserer Gesellschaft hat sich stark gewandelt, Umweltschutz, etwa durch den schonenden Umgang mit Ressourcen, wie der Heizenergie, gewinnt an Bedeutung. Aber auch der eigene Geldbeutel wird durch weniger verbrauchte Heizenergie geschont, denn obwohl die Ölpreise sich seit geraumer Zeit im Sinkflug befinden, wird dieser Zustand wohl nicht von Dauer sein.

Experten gehen sogar von so einem starken Bewusstseinswandel aus, dass das Passivhaus schon 2020 der Standard bei neu gebauten Häusern sein könnte. Dazu gehören natürlich auch die Passivhausfenster. Und die eignen sich nicht nur im Neubau, sondern sind sogar im Altbau sinnvoll. Glauben Sie auch bitte nicht an die Märchen, dass Isolierverglasungen im Laufe der Zeit erblinden. Heute kommen moderne, hoch entwickelte Wärmeschutzverglasungen zum Einsatz, die die Mängel der Vergangenheit längst nicht mehr mit sich bringen.

Materialien und Voraussetzungen für das Passivhausfenster

Passivhausfenster aus Kunststoff, Holz oder Aluminium? Egal, für welches Rahmenmaterial Sie sich für Ihre neuen Fenster entscheiden, sie alle können zum Passivhausfenster werden. Generell gilt der U-Wert als Maß der Dinge, um ein Fenster als Passivhausfenster bezeichnen zu können. Der U-Wert selbst setzt sich aus zwei Werten zusammen:

  • Uf-Wert – U-Wert des Rahmens
  • Ug-Wert – U-Wert der Verglasung

Daraus ergibt sich der UW-Wert, also der U-Wert für das gesamte Fenster. Dieser darf maximal 0,8 W/m²K betragen. Sie können den U-Wert senken, indem Sie beim Rahmen auf eine möglichst hohe Bautiefe, viele Kammern im Rahmenprofil und die dritte Mitteldichtung setzen. Eine Dreifach-Wärmeschutzverglasung weist natürlich ebenfalls einen geringeren U-Wert auf als eine Zweifach-Wärmeschutzverglasung. Allerdings sind Passivhausfenster mit Dreifachverglasung wesentlich schwerer, so dass der Architekt die Statik überprüfen muss.

Passivhausfenster U-Wert – diese Kriterien sind entscheidend

Für das Passivhausfenster ist der U-Wert also entscheidend. Dabei haben verschiedene Fensterkomponenten Einfluss auf diesen Wert:

  1. Verglasung
  2. Flügel
  3. Rahmen

Achten Sie bei der Verglasung auf einen guten Glasabstandshalter. Dieser hält die einzelnen Glasscheiben auf einem bestimmten Abstand. Da Sie heute ohnehin keine Fenster mit Einfachverglasung mehr erhalten, ist der Glasabstandshalter in jedem modernen Fenster enthalten. Für das Passivhausfenster empfehlen wir unseren Glasabstandshalter Swiss Spacer V, der die beste Wärmedämmung auch im Glasrandverbund bietet. Bei der Fensterscheibe selbst empfehlen wir die Dreifach-Wärmeschutzverglasung. Je größer der Abstand zwischen den Scheiben und je mehr Scheiben enthalten sind, desto besser fällt der Wärmeschutz aus. Auch das Trocknungsmittel und die Versiegelung der Verglasung können in geringerem Umfang Auswirkungen auf den U-Wert haben.

Bei den Flügeln wirken sich Dichtungen und Glasleiste auf den U-Wert aus. Die dritte Mitteldichtung ist hier entscheidend für das Passivhausfenster. Sie ist in unseren Feba bereits serienmäßig mit enthalten und beim Novo-Therm kann sie zusätzlich bestellt werden.

Beim Rahmen kommt es ebenfalls auf die dritte Dichtungsebene und auf die Stahleinlage an. Auch dies setzen wir mit unseren Passivhausfenstern aus Kunststoff natürlich in die Tat um.

Braucht man zwingend eine Dreifach-Wärmeschutzverglasung für das Passivhausfenster?

Wenn Sie sich nach einem Passivhausfenster umsehen, stellen Sie schnell fest, dass dieses fast immer mit der Dreifach-Wärmeschutzverglasung angeboten wird. Eine Zweifach-Wärmeschutzverglasung, die mit einem herkömmlichen Gas, wie etwa Argon, gefüllt ist, kann den Passivhausfenster-Standard nicht erreichen. Lediglich durch ein anderes Gas im Scheibenzwischenraum ließe sich das Passivhausfenster mit der Zweifachverglasung realisieren. Da diese speziellen Gase aber sehr teuer sind, lohnt sich eine solche Variante meist nicht.

Mit der Dreifach-Wärmeschutzverglasung gelingt es Ihnen ohne massive Mehrkosten, den Standard Passivhausfenster U-Wert zu erreichen. Auch hier gelten verschiedene Kriterien, die die Wärmedämmung des Fensters beeinflussen können:

  1. Glaseinstand/Glasfalzhöhe – laut DIN 18545 sollte der Glaseinstand bei zwei Dritteln der Glasfalzhöhe liegen, er darf aber nicht mehr als 20 Millimeter betragen
  2. Glasdicke – je dicker das Glas, desto besser die Wärmedämmung
  3. Glasabstandshalter – gerade am Rand der Verglasung kommt es zur Wärmeleitung, so dass Wärmebrücken entstehen können. Diese Wärmebrücke wird auch als Wärmebrückenverlustkoeffizient Ψg bezeichnet. Sie fließt ebenfalls in die Berechnung des U-Werts für das gesamte Fenster mit ein. Damit der Wärmeverlust reduziert wird, werden heute Glasabstandshalter mit „warmer Kante“ empfohlen.

Nicht zuletzt ist das Rahmenprofil entscheidend für das Passivhausfenster. Kunststoff als Ausgangsmaterial hat sich hier ebenso bewährt, wie andere Materialien. Waren früher drei Luftkammern im Fensterrahmen üblich, können heute bis zu sechs Luftkammern integriert werden, um den Wärmeschutz deutlich zu verbessern.

Passivhausfenster und die thermische Behaglichkeit

Neben der deutlichen Einsparung von Heizenergie, die ein Passivhausfenster mit sich bringen kann, sorgt es auch für thermische Behaglichkeit. Diese wurde sogar in der DIN EN ISO 7730 klar definiert und gilt weltweit. Die thermische Behaglichkeit sieht vor, dass die Oberflächentemperatur der Fensterverglasung im Durchschnitt maximal drei Grad Celsius unter der Raumtemperatur liegen darf. Die thermische Behaglichkeit gibt subjektiv an, wie angenehm die Raumtemperaturen und das Raumklima empfunden werden.

Durch die geringen Temperaturunterschiede zwischen Raum und Fensteroberfläche bildet sich keine kalte Luft am Fenster selbst, die nach unten fällt und zu so genannten Kaltluftseen führen kann. Das heißt, dass es auch in unmittelbarer Fensternähe stets angenehm warm ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den Passivhausfenster erfüllen, ist das indirekte Heizen. Hierbei kommt der Gesamtenergiedurchlassgrad (g) zur Anwendung. Nach DIN 67507 setzt er sich aus der direkten Sonnenenergietransmission τe und der sekundären Wärmeabgabe nach innen qi aufgrund der langwelligen Strahlung und Konvektion zusammen.

Beim Passivhausfenster werden bei Dreifach-Wärmeschutzverglasungen sowohl die äußere als auch die innere Scheibe mit einer Beschichtung zum Scheibenzwischenraum hin versehen. Diese Beschichtung sorgt dafür, dass der größte Teil des von außen einfallenden Sonnenlichts nach innen dringen kann. Nur ein geringer Teil wird reflektiert. Die Wärmestrahlung kann jedoch nur zu einem sehr geringen Teil wieder nach außen gelangen, der weitaus größere Teil von ihr wird zurück in den Raum reflektiert. So lässt sich mit dem Passivhausfenster auch indirekt heizen.

Im Innenraum wird die Sonnenstrahlung von Möbeln und Co. absorbiert und wieder in den Raum abgestrahlt. Somit erwärmt sich der Raum. Auch die Glasscheiben des Fensters werden erwärmt, können sogar über die Raumtemperatur steigen, so dass selbst aus physikalischer Sicht kein Wärmeaustausch mit der kalten Außenluft stattfindet.

Passivhausfenster Hersteller

Auf dem Markt finden Sie viele Passivhausfenster Hersteller. Wir arbeiten mit Feba und Schüco als namhaften deutschen Herstellern zusammen. Unser Kunststofffenster Novo-Royal kann in Verbindung mit dem Glasabstandshalter Swiss Spacer V nicht nur den von der EnEV geforderten U-Wert erreichen, sondern diesen sogar noch um bis zu zehn Prozent unterschreiten.

Sie sollten daher jedes Passivhausfenster Detail sehr genau überprüfen, um festzustellen, welches der angebotenen Fenster tatsächlich Ihren Wünschen und Anforderungen entspricht. Zu diesen Details gehören auch Ergänzungen, die Ihr Passivhausfenster langfristig noch attraktiver erscheinen lassen.

Passivhausfenster – Kombinationen mit weiteren Vorteilen

Moderne Passivhausfenster lassen sich mit zusätzlichem Komfort ausstatten. Wir bieten Ihnen neben dem optimalen Wärmeschutz Ihrer Fenster unter anderem einen effektiven Schall- und Einbruchschutz an. Der Schallschutz wird in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnen. In den letzten Jahren hat sich das Verkehrsaufkommen in Deutschland vervielfacht. Immer mehr Autos sind auf den Straßen unterwegs und auch wenn die Regierung auf E-Autos setzen will, sich hohe Ziele gesetzt hat, so sind die geräuscharmen Fahrzeuge noch eher eine Seltenheit. Aus diesem Grund sorgt Verkehrslärm an einer stark befahrenen Straße für Einschränkungen Ihres Wohnkomforts.

Deshalb können Sie bei uns jedes Passivhausfenster auch mit einer Schallschutzverglasung ausstatten. Diese gibt es in insgesamt sechs Schallschutzklassen. Je höher die Schallschutzklasse, desto höher ist dabei auch der Schallschutz selbst. Im Wohnzimmer, wo Sie sich nach einem anstrengenden Arbeitstag entspannen möchten, ist eine höhere Schallschutzklasse angesagt, als beispielsweise in Flur oder Küche. Im Schlafzimmer sollten Sie ebenfalls auf einen hohen Schallschutz setzen, da sogar aktuelle Studien ergeben haben, dass zu viel Lärm den Schlaf und damit langfristig auch die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Der zweite wichtige Aspekt, den moderne Fenster heute erfüllen sollten, ist der Einbruchschutz. Wie die Statistiken der Polizei zeigen, steigen die Einbruchszahlen in Deutschland seit Jahren massiv an. Besonders unzureichend gesicherte Fenster, Haus- und Balkontüren bieten Einbrechern den leichten Einstieg in fremdes Eigentum. Deshalb haben wir unsere Passivhausfenster generell mit einem Grund-Einbruchschutz versehen. Enthalten ist bei allen Feba Kunststofffenstern die Feba Kralle. Sie setzt sich aus einem Schwenkriegel und einem Pilzkopfzapfen zusammen. Sobald Sie das Fenster schließen, verkrallen sich die beiden Bauteile gegenläufig ineinander. Ein Aufhebeln des Fensters ist somit deutlich erschwert worden, was viele Einbrecher von ihrem Vorhaben abbringen wird. Sobald diese nämlich drei Mal vergeblich angesetzt haben, um ein Fenster zu öffnen, geben sie das Vorhaben oftmals wieder auf.

Zusätzlich können Sie die Sicherheit Ihrer neuen Passivhausfenster erweitern, indem Sie auf Verbundsicherheitsglas setzen, das sich nicht ohne weiteres einschlagen lässt. Zwischen den Glasscheiben ist hier eine hochelastische, reißfeste Folie angebracht. Selbst wenn die Scheibe eingeschlagen wird, was in der Praxis aufgrund des hohen Geräuschpegels und der Gefahr, die Aufmerksamkeit von Nachbarn und/oder Passanten auf sich zu lenken, sehr selten vorkommt, kann der Einbrecher nicht einfach nach innen greifen und das Fenster öffnen.

Ein weiterer Sicherheitsaspekt sind abschließbare Fenstergriffe. Durch diese können Diebe ebenfalls nicht einfach durch die eingeschlagene Fensterscheibe greifen und das Fenster öffnen. Ganz nebenbei sichern Sie damit auch Ihren Nachwuchs ab, da dieser nicht unbeaufsichtigt Fenster öffnen, herausfallen oder bei der Terrassentür etwa in den Garten gelangen kann.

Passivhausfenster Preise – kann ich mir ein Passivhausfenster leisten?

Viele Fensterkäufer stellen sich nicht zu Unrecht die Frage, ob sie sich den Komfort eines Passivhausfensters überhaupt leisten können. Die genauen Passivhausfenster Preise werden die wenigsten Hersteller angeben können, denn jedes Fenster ist so individuell wie sein Besitzer. Um Ihnen aber dennoch einen verlässlichen Wert für die Passivhausfenster Preise mit an die Hand geben zu können, haben wir unseren Fenster Konfigurator entwickelt. Das eigens von uns entwickelte Tool führt Sie Schritt für Schritt durch die Planung Ihres neuen Fensters. Dabei sind alle Auswahlmöglichkeiten nahezu selbsterklärend. Sie können in unserem Konfigurator unter anderem auswählen

  • welchen Rahmen Sie wünschen,
  • wie Ihr Fenster farblich gestaltet sein soll,
  • welche Fenstergröße Sie benötigen,
  • wie viele Flügel Sie wünschen,
  • welche Öffnungsrichtung und welcher Öffnungsmechanismus bevorzugt werden,
  • welches Zubehör Sie benötigen usw.

In insgesamt elf Schritten führen wir Sie auf diese Art und Weise zu Ihrem Wunschfenster. Natürlich kommen wir dabei um einige Fachbegriffe rund um das Thema Fenster nicht herum. Diese erklären wir aber ausführlich auf den hinterlegten Seiten. Sollten wider Erwarten doch noch Fragen offen sein, können Sie direkt im Fensterplanungsprozess eine individuelle Beratung anfordern. Bei jedem Schritt der Fensterplanung sehen Sie sofort, ob für bestimmte Auswahlmöglichkeiten Mehrkosten anfallen und falls ja, wie hoch diese ausfallen. Am Ende sehen Sie die konkreten Passivhausfenster Preise. Sollten Ihnen diese zu hoch sein, können Sie anschließend im Quick-Konfigurator noch einzelne Komponenten ändern. Ebenfalls ist hier die Möglichkeit gegeben, weitere Komponenten zuzubuchen.

Nachdem Sie Ihre Bestellung an uns abgesendet haben, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung und prüfen die technischen Auftragsdetails. In diesem Gespräch werden wir auch alle noch offenen Fragen mit Ihnen klären. Sollte einer Ihrer Wünsche aus technischen Gründen einmal nicht realisiert werden können, finden wir zusammen mit Ihnen eine Lösung, die alle Parteien zufrieden stellen wird.

Ebenfalls können Sie bei der Bestellung direkt den Aufmaß- und Montageservice mit buchen. Wir arbeiten hierfür mit der Firma Senio-Fensterbau zusammen, die sich auf die Montage neuer Fenster nach RAL-Kriterien spezialisiert hat. Wir leiten die technischen Auftragsdaten direkt an Senio-Fensterbau weiter und dessen Mitarbeiter setzen sich zwecks Terminabsprache mit Ihnen in Verbindung. Soll Senio-Fensterbau auch das Aufmaß für Ihre neuen Passivhausfenster übernehmen, klären Sie das bitte im direkten Gespräch. Sie erhalten dadurch den Vorteil, dass garantiert korrekt Aufmaß genommen wird, da wir schon seit vielen Jahren mit Senio-Fensterbau zusammenarbeiten und die Mitarbeiter unsere Produkte sehr gut kennen. Sie wissen ebenfalls, wie sie Aufmaß nehmen müssen, damit Ihr neues Fenster dann auch passgenau angefertigt werden kann.

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